Retour vers le vivant

Buchcover, Retour vers le vivant, 2026
Valoriser les archives filmiques et sonores des arts du spectacle

Über die Unmittelbarkeit des lebendigen Bühnengeschehens hinaus eröffnen audiovisuelle Dokumente, die davon Zeugnis ablegen (Aufzeichnungen, Trailer, Interviews usw.), neue Möglichkeiten der Bewahrung, Vermittlung und Dokumentation von Bühnenwerken. Mit der Weiterentwicklung der Aufnahmetechniken werden Archivbestände kontinuierlich erweitert – doch zu welchem Zweck? Soll damit ein Gedächtnis der darstellenden Künste aufgebaut werden? Sollen wissenschaftliche Untersuchungen angeregt werden? Geht es darum, Wissen zu vermitteln und kulturelle Vermittlungsarbeit zu fördern? Oder die kreative Vorstellungskraft zu nähren?

Das Buch untersucht die Nutzungsweisen dieser Ressourcen, die sich nicht nur durch die Fragilität und begrenzte Haltbarkeit ihrer materiellen Träger auszeichnen, sondern auch durch den raschen Wandel der künstlerischen und körperlichen Ausdrucksweisen, die sie (mehr oder weniger originalgetreu) dokumentieren: Nichts ist in der Tat flüchtiger als eine Art, sich zu bewegen, den Raum einzunehmen oder auf einer Bühne zu sprechen. Um über die Hindernisse und die Lösungsansätze nachzudenken, die in jüngeren Projekten zur Erschliessung und Vermittlung dieser Art von Archiven im Bereich der darstellenden Künste entwickelt wurden – in akademischer Forschung, universitärer und künstlerischer Lehre, kultureller Vermittlung oder szenischer Praxis –, versammelt dieser Band die Beiträge von mehr als zwanzig Fachpersonen, wie der Direktorin von SAPA, Beate Schlichenmaier, und SAPAs Fachreferentin Dr. Julia Wehren.

Die Autor:innen

Romain Bionda ist Oberassistent für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Universität Lausanne und Mitglied des Centre d’études théâtrales.

Danielle Chaperon ist ordentliche Professorin an der Philosophischen Fakultät der Universität Lausanne und Mitglied des Centre d’études théâtrales sowie Beirätin der Stiftung SAPA.