Bosshard Monique

Monique Bosshard, © Jean-Pascal Imsand / Fotostiftung Schweiz

Monique Bosshard wuchs in Morges auf und studierte Rhythmik am Institut Jacques-Dalcroze in Genf. 1962 schloss sie ihr Masterstudium ab und setzte ihre Ausbildung anschliessend am Institut Rousseau fort. Aus ihrer Faszination für den Tanz heraus schrieb sie sich 1963 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ein, wo sie die Kurse von Rosalia Chladek besuchte. Inspiriert von der Arbeit dieser Pionierin des modernen Tanzes kehrte sie nach Lausanne zurück und gründete dort 1968 das «Atelier-expression-danse», das der Erforschung des Körpers, der Kreativität sowie der Bewegung im Zusammenspiel von Raum und Zeit gewidmet war. 1977 präsentierte sie beim ersten Internationalen Choreographiewettbewerb in Nyon das Stück Lien mobile, das von der Jury ausgewählt wurde.

Sie arbeitete mit dem Institut médico-pédagogique zusammen und absolvierte 1992 eine Weiterbildung im Tanz bei der Ethno-Psychoanalytikerin France Schott-Billmann. Als Tänzerin und Pädagogin hielt sie unzählige Vorträge, gab Interviews, Demonstrationen und Kurse für Fachpersonen der frühkindlichen Bildung, für Lehrkräfte und für die breite Öffentlichkeit im Kanton Waadt. Ziel ihrer Arbeit war es, für die Bedeutung des körperlichen Ausdrucks zu sensibilisieren. Ihr Wirken fand regelmässig Resonanz in den Medien, insbesondere bei der RTS, für die sie 1977 eine Reihe von zwölf Sendungen unter dem Titel Parler avec son corps konzipierte. Darin vermittelte sie ihre Erkenntnisse über die Beziehung zwischen Eltern und Kindern durch Bewegung, Berührung und Zuhören.

Darüber hinaus engagierte sie sich aktiv im Vorstand der Schweizerischen Vereinigung der Fachleute für Tanz und Gymnastik (STBG) und war Mitbegründerin des Vereins Musique traditionnelle, danse et théâtre (Amdathra).

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