Spoerli Heinz

Heinz Spoerli ist in Basel geboren. Er begann mit 17 Jahren professionell Ballett zu trainieren. Er erhielt mit 19 Jahren am Basler Theater und Wazlaw Orlikowsky sein erste Engement. Weitere folgten von 1963 bis 1973 als Solist in Köln unter Todd Bolender, beim Royal Winnipeg Ballet, den Grands Ballets Canadiens in Montreal sowie am 1971-1973 am Grand Théâtre de Genève. Ab 1967 entstanden erste choreografische Arbeiten und 1972 sein erster Erfolg mit Le chemin am Grand Théâtre in Genf. Ab 1973 war Heinz Spoerli zuerst Chefchoreograf und schliesslich Ballettdirektor am Basler Theater, wo er 1987 -1991 auch das Festival Basel tanzt initiierte und leitete.
Er schuf zahlreiche neue Tanzwerke und wurde international mit seinen abendfüllenden Handlungsballetten sowie Neuinterpretationen klassischer Ballette berühmt, darunter La fille mal gardée, Giselle, Schwanensee und La belle vie. Zeitgenössische Ballette und kürzere Formate von ihm sind z.B. Chäs, Miniaturen, Dead End und Loops. Er arbeitete als Choreograf auch an der Pariser Oper, der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala und viele weiteren grossen Häusern.
Von 1991 bis 1996 war Spoerli Ballettdirektor an der Deutschen Opern am Rhein in Düsseldorf und schuf dort Neuinszenierungen unter anderem von Schwanensee, Dornröschen, Josephs Legende und den Goldberg- Variationen. Von 1996 bis 2012 war Spoerli Ballettdirektor und Choreograf am Opernhaus Zürich, wo auch sein Stück …Und Farben, die mitten in die Brust leuchten (1996) entstand. Spoerli wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Hans Reinhart-Ring 1982.