Huber Margit

Filmstill, Interviewaufzeichnung vom 06.09.2023 © 2023, Uni Bern/Stiftung SAPA

Margit Huber sie lebt und arbeitet in Lugano. Nach einer Ausbildung als Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin an der Sigurd Leeder School of Dance in Herisau (1971–74) beginnt sie 1977 ihre Karriere in der Ausdruckstanzgruppe Choreo 77. 1982 lässt sie sich im Tessin nieder und führt 1985 bis 1995 die Schule La Capriola. In der Compagnie Teatro Danza von Claudio Schott in Lugano arbeitet sie in dieser Zeit als Tänzerin und Choreografin. Später beschliesst Huber, sich ausschliesslich dem Solo zu widmen. 1987 entsteht Ombre ritrovate, 1988 Acqua e Terra und ab 1989 choreografiert sie verschiedene choreografische Tanzhistoriografien wie Hommage a Isadora Duncan (1990). 1988 wirkt sie bei der Rekonstruktion der Festa del sole nach Rudolf von Laban auf dem Monte Verità mit, wo sie Die Vermehrung des Lichts tanzt und choreografiert. Verschiedene Arbeiten, u.a. auch eine Reihe von monatlichen Performances in Lugano, sind inspiriert vom japanischen Butoh, wie Fuoco e aria (1989), Volo dalle tenebre (1991) oder Shaman (1989).
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Die Aufführung Un pinguino vola verso sud (1999), das im Rahmen von TI-Danza gezeigt wird, markiert für Huber den Beginn einer engen Zusammenarbeit mit Schauspieler:innen, Tänzer:innen und Statist:innen. Aus dieser Arbeit heraus gründet sie im Sommer 2000 die Compagnie Babilonia, entwickelt parallel dazu jedoch weiterhin ihre eigenen Solos. Huber ist seit der Gründung (1987) der Associazione Svizzera Danzatori e Coreografi (TASI) Mitglied des Berufsverbands, den sie aufgrund ihrer Sprachkenntnisse und Vernetzung bis heute in der Deutschschweiz vertritt.